Die Welt der Düfte und Aromen

Die Seelen der Pflanzen, Geschenke der geistigen Welt
.Artikel von Griselda der im Januar 2010 in der Zeitschrift Astrologie im Monat erschien.

Unter dem Begriff AROMA versteht man einen DUFT oder auch künstlichen oder natürlichen Geschmacksstoff. Könntest Du Dir eine Welt vorstellen, die nach nichts riecht? Eine Welt ohne Duft wäre seelenlos und arm, denn Düfte schenken uns Wohlgefühl und Freude und bereichern unser Leben. Kein menschlicher Sinn ist so sehr mit der Seele verknüpft, wie der Geruchssinn.

Deswegen ist die einfachste Art magisch in Handlungen und Begebenheiten einzugreifen jene, Düfte und Aromen für sich arbeiten zu lassen.

Aufmunternde Düfte

Beruhigende Düfte

Sinnliche Düfte


Aufmunternde Düfte

Angelika (Engelwurz)

"Gib mir Mut"
Duft: kräftig, erdig, würzig, herb, pfefferartig
Element: Erde/Feuer

Die Kraft dieser erdverbundenen Pflanze ist besonders im Öl der Wurzel enthalten. Der kräftige Duft der Angelikawurzel vermittelt Selbstvertrauen, Mut und innere Stärke. Dies ist besonders nützlich in Zeiten in denen die Seele schwach und/oder labil ist. Angelikaöl ist ein gutes Tonikum um Körper und Seele zu stärken.

Basilikum

"Beruhigt die Nerven und gibt Kraf"
Duft: kräftig, würzig, warm, süß
Element: Erde/Feuer

Nicht ohne Grund nannte man Basilikum früher"Königsbalsam". Basilikumduft ist ein Balsam für gestresste Nerven. Er wirkt aufmunternd, kräftigend, stabilisierend, antidepressiv. Als Erdelement stabilisiert er uns, sein Feuer erwärmt und gibt uns neue Energie. Seine Wärme löst nervöse Anspannung. Basilikumöl ist außerdem gedächtnis- und nervenstärkend.

Bergamotte

"Heiter durch die Sonne spazieren"

Duft: frisch, fruchtig, herb-aromatisch, süß
Element: Luft/Feuer

Dieser Duft lockt unsere Seele auf einen Spaziergang durch eine sonnendurchflutete Mittelmeerlandschaft. Aufmunternd und zugleich ausgleichend, stimmt Bergamotte uns fröhlich und lässt uns locker und beschwingt durch den Tag schlendern.

Lemongrass

"Erfrischung des Geistes"

Duft: erfrischend, kühl, klar
Element: Luft/Feuer

Dieser Duft macht uns wach und frisch. Er verschafft klare Gedanken und hält uns geistig fit. Er hat die besondere Gabe, Frische und Hitze in sich zu vereinen, und verschafft uns damit neue Energie.

Limette

"Exotische Träume wecken"

Duft: spritzig, süß,fruchtig

Dieser Duft beschwingt, und regt die Fantasie und den Geist an. Vergiss das Grübeln ...

Muskatellersalbei

"Durchs Leben tanzen ..."

Duft: leicht harzig, frisch, würzig

Dieser Duft regt Spontanität, Fantasie und schöpferischen Kräfte an. Er lädt ein, spielerischer und lockerer mit den Problemen des Alltags umzugehen... er stimmt fröhlich und unsere Seele tanzt durchs Leben.

Orange

"Das Leben lacht uns an"

Duft: hell, fruchtig, süß
Element: Luft/Feuer

Ein heiterer Duft. Die Orange ist der weibliche Part zur Zitrone, erwärmend und harmonisierend. Orangenaroma wirkt antidepressiv und erheiternd, wir sind beschwingt und guter Laune...

Zitrone

"Lachen und Klarheit"

Duft: frisch, fruchtig
Element: Luft/Luft

Dieses Öl erfrischt den Geist, wir sind besser konzentriert, und dabei bester Laune. Es hilft uns, alles gelassen zu nehmen und nicht alles und jedes zu ernst und verbissen zu sehen. Ceep cool...


Beruhigende Düfte

Anis

"Entspannen in wohliger Süße"
Duft: warm, süß, würzig, weich, intensiv
Element: Feuer/Wasser

Ein Duft, der Entspannung schenkt und gegen Albträume wirkt. Er lässt uns in sanften Schlaf sinken, wenn man eigentlich vor lauter Gedanken nicht einschlafen könnte.

Benzoe

"Die Seele baumeln lassen"

Duft: balsamisch, süß, pudrig
Element: Wasser/Erde

Benzoe ist ein Duft, der die Seele streichelt. Er lässt uns zwischen Schlafen und Wachen schweben. Dieses Aroma wirkt wie ein Trostpflaster, das wärmt und beruhigt.

Lavendel

"Von blauen Gipfeln blicken"

Duft: blumig, frisch, klar
Element: Luft/Luft

Der Name Lavendel kommt aus dem lateinischen und bedeutet "waschen". Lavendel hilft uns, Dinge und Situationen zu klären und zu reinigen. Ausserdem beruhigt er uns, und bringt einen wohltuenden Schlaf.

Neroli

"Das Glück anziehen, der Seelentröster"

Duft: frisch, würzig, strahlend
Element: Luft/Feuer

Neroli ist der Tröster in allen Situationen ... DerDuft gibt Kraft und Energie in Streß- und Schocksituationen. Er hilft gegen Depressionen und Angst gleichermaßen. Ein paar Tropfen Neroli helfen in jeder schwierigen Situation - ein Glück, daß es Neroli gibt!!!

Vanille

"Die Süße liebkosen"

Duft: freundlich, süß, balsamisch, warm
Element: Wasser/Erde

Beim Duft von Vanille erleben wir Wohlgefühl rundherum. Vanille streichelt Körper und Seele, und Ärger, Reizbarheit und Mißmut fallen von uns ab... Wir entspannen uns, und entdecken unsere Kindheit in uns...

Zimt

"Wohlige Wärme spüren"

Duft: warm, süß, intensiv, würzig
Element: Feuer/Erde

Ein Öl, daß zum Träumen einlädt... gleichzeitig verschafft es uns ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit, besonders im Winter. Außerdem regt es unsere Fantasie an.


Sinnliche Düfte

Jasmin

"Verschwenderische Gefühle"

Duft: schwer, süß, intensiv
Element: Wasser/Erde

Der Duft von Jasmin erregt die Sinne, öffnet uns für süße Wonnen... "Mondlicht im Hain" ist sein poetischer Name, sein Duft ist betörendund lässt eine unendliche Fülle an Gefühlen in uns erwachen ...

Patchouli

"Die Sinnlichkeit der Erde spüren"

Duft: waldig, erdig, schwer, holzig
Element: Erde/Wasser

Ein wirklich "unübersehbarer" Duft. Man liebt ihn, oder mag ihn gar nicht. Gleichgültig lässt er niemanden. Mit diesem Duft zeigt man "Hier bin ich!!!" . Dieser schwere Duft verbindet uns mit dem Element Erde.

Rose

"Folgen der Weisheit des Herzens"

Duft: blumig und weich, typischer Rosenduft
(man unterscheidet je nach Herkunft)
Element: Wasser/Erde


Kein anderer Duft berührt unser Herz so stark. Die Rose gilt seit alters her als Symbol der Harmonie, der inneren und äußeren Schönheit. Rosenöl dient als Trost bei Traurigkeit und Schwermut, und öffnet unser Herz für Verständnis und Liebe.

Sandelholz

"Wir räkeln uns in samtener Schwere"

Duft: samtig, holzig, balsamisch
Element: Erde/Feuer

Sandelholz schenkt uns ein warmes Wohlgefühl. Er hilft uns, zu entspannen und loszulassen. Die Wirkung ist beruhigend, harmonisierend, heiter, freundlich und gelassen. Wir schließen ihn zärtlich in unser Herz ein, er bringt uns unsere innere Wärme wieder...

Tuberose

"Die Weiblichkeit verzaubert uns"

Duft: sinnlich, blumig, süß, intensiv, schwer
Element: Wasser/Feuer

Dieses Öl gehört zu den kostbarsten natürlichen Blütendüften. Tuberosenöl wirkt strahlend, weiblich und sinnlich. Diese Duftaura wirkt ver- und bezaubernd und macht der Trägerin ihre ganze Weiblichkeit bewußt ...

Vetiver

"Wir verwurzeln uns mit der Tiefe"

Duft: modrig, balsamisch, erdig, schwer
Element: Erde/Erde

Dieses Öl verbindet uns mit der Erde. Es hilft uns, die Kräfte der Natur zu erkennen und führt uns zu unseren inneren Wurzeln. Vetiver gleicht der Erdmutter, die in einer Höhle sitzt, und alles wachsen läßt. Mit seinem moorigen Duft entdecken wir archaische Instinkte.

Ylang Ylang

"Sinnlichkeit pur"

Duft: orientalisch, süß, weiblich, schwer
Element: Wasser/Erde

Dieses Öl auch "Blume der Blumen" genannt, verlockt, betört und weckt unsere Sehnsucht nach Lust undLiebe ... Es verwandelt jede Frau in Aphrodite, die Göttin der Liebe.

Düfte und Aromen, die Seelen der Pflanzen,
Geschenke der geistigen Welt

Seit Anbeginn der Zeit haben Düfte und Aromen einen besonderen Stellenwert im Leben des Menschen. Der Mensch folgt dem dem Geruchsinn, denn dieser Sinn nimmt deutlciher als jeder andere wahr, was einem gut tut. Dieser Sinn, der in der Evolution schon vorhanden war, bevor Lebenwesen die Welt mit den Augen erkundeten, ist die direkteste Antenne in die Welt des Wohlgefühls.

Wohl aus diesem Grund räucherte der Mensch schon in grauer Vorzeit Blätter, Rinden, Hölzer und Harze um mit Aroma und Duft die Gunst der Götter zu beschwören. Rituelles Räuchern das in jeder Kultur zu finden ist, und das bis heute erhalten blieb, denn der Duft, der uns zur Messe in katholischen und orthodoxen Gotteshäusern empfängt, stammt vom balsamig-zitronigem Harz Olibanum, welches den meisten von uns unter den Namen Weihrauch bekannt ist und dem eine leicht euphorisierende, inspirierende und beruhigende Wirkung zugeschrieben wird. Auf körperlicher Ebene ist weihrauch enzündungshemmend, adstingierend und verdauungsfördern.
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Was auch schon den alten Ägyptern bekannt gewesen ist, wie ein über 3600 Jahren alter Papyrus, der in der Universitätbibliothek Leipzig verwahrt wird, belegt. In diesem Papyrus, werden neben dem Weihrauch über 100 weitere Heilpflanzen genannt, die für Salben, Umschläge, Räucherungen Verwendung fanden. Aber man gab sich in Ägypten nicht ausschliesslich mit der medizinischen Wirkung der Pflanzen zufrieden. Die feinstoffliche Wirkung von Düften und Aromen war ebenso bekannt. Und so mag es nicht erstaunen, das ägyptische Damen ihre Herren mit der schweren, erotischen Süsse des Jasmins betörten.

Denn Jasmin gehörte und gehört, neben Sandelholz mit seiner balsamig, samtigen Schwüle, neben Ylang-Ylang, mit seiner verführenden Sinnlichkeit, neben Patchouli, das erregende, geheimnisvolle, irdische Wollust verspricht, neben Lotus, Rose, Vetiver und Lotus zu den aphrodisischen Düften und Aromen, die von China bis Japan, von Indien bis in die Länder des Orients nicht fehlen durften, wenn ein liebendes Paar sich vereinigte. Denn wer wüsste besser über die Wirkung von Düften und Aromen zu urteilen, als jene Kulturen, die die Freuden der körperlichen Liebe als göttlichen Akt zelebrierten, in dem duftende Blüten, Öle und Essenzen einen festen Platz einnahmen.


Was auch den seefahrenden Völkern der Antike, allen voran Kreter und Griechen, nicht entging, die ihren eigenen aromatischen Pflanzen, wie Basilikum- es galt bei den Griechen als königliches Heilmittel - und fand mit seiner aromatischen Frische, ausser im Einsatz gegen Schlangenbisse, Insektenstiche und Magenverstimmung, Verwendung als Stimmungsaufheller, gegen geistige Ermüdung und gegen Kopfschmerz, die Düfte des ägyptischen und hebräischen Raums zur Seite stellten. Wodurch die Griechen, mit ihrem Sinn für Gesundheit, Ästhetik und Körperpflege, die Parfumkunst in immer grösserem Rahmen betreiben konnten, bis Athen zum Zentrum des Parfumhandels wurde und Düfte und Aromen bis nach Süditalien gelangten.

Zu dieser Zeit stand man im nördlicheren Rom den Düften und der Heilkunst der Griechen noch skeptisch gegenüber - die wirkkräftigste Pflanze zu Zeiten Catos des Älteren war der Kohl - und erst mit Vergrösserung des römischen Reiches, lernte man die orientalischen und griechischen Düfte und Aromen zu schätzen. So widmet sich das Werk "Materia Medica" neben den Heilpflanzen auch den Duftpflanzen wie der Schwertlilie, deren Wurzeln erst nach mehreren Jahren trockener Lagerung den typische Veilchenduft entwickelt, dessen pudrige Noten stimmungsaufhellende, beschützende Wirkung hat und der heute zu einem der teuersten Düfte der Welt gehört.

Jedoch war das römische Reich mit seiner verfeinerten Kultur nicht für die Ewigkeit bestimmt und mit seinem Untergang verschwanden heilende und duftende Aromen für einige Jahrhunderte aus Europa. Es begann eine duftarme Epoche, die gebeutelt von Epedemien und strikten Glaubensvorgaben, wenig Interesse an kultivierter Lebensart zeigte. Dem arabischen Kulturkreis fiel die Aufgabe zu, das Wissen über die Wirkung von Düften und Aromen zu hüten und weiter zu entwicklen. Islamische Alchemisten verbanden handwerkliches Geschick mit spirituellem Wissen, und destillierten ätherische Öle in denen sich die Seele der Pflanze mit stofflicher und feinstofflichen Wirkkraft entfaltete. So waren der in Persien überaus bliebte Rosenduft dafür bekannt, zärtliche, stimmungsaufhellende, tröstende Atmosphäre zu schaffen.

Erst Paracelsus und Nostradamus fanden den Mut, die Arbeit mit aromatischen und duftenden Stoffen wieder aufzunehmen. Bernstein, Harz gewordene Sonnenstrahlen, mit erdig, waldigem Aroma, das vor negativen Energien schützt und angeschlagene, verängstigte Seelen aufrichtet, Kamille, fruchtig, würzig, seelische Verkrampfungen lösend und entzündungshemmend, Mastix mit feiner Frische, die das Selbstbewusstsein hebt, Nelke, deren warme Würze das Lebensfeuer anfacht und die über stark keimtötende Wirkkraft verfügt, sind nur einige der Stoffe, deren Kräfte Paracelsus und Nostradamus einsetzten, um dem von Seuchen und Aberglauben erschüttertem Mittelalter Hoffnung zurückzubringen. Von der heilenden Wirkung ätherischer Öle und Düfte wusste auch Nostradamus berühmtester Gast, Katharina de Medici, die Parfums und Aromen am französischen Hof salonfähig machte, eine Parfumerie gründete und damit den Siegeszug von Düften und Aromen über ganz Europa auslöste. Von nun an gehörten Düfte und Aromen zum alltäglichen Leben. Von Anis bis zum Kraftspender Neroli, vom erfrischenden, klärenden Lavendel über Kampfer - zum schnellen Erwachen aus einer Ohnmacht - kein Duft wurde ausgelassen wenn es darum ging neue, wohltuende Modetrends zu setzen. Der italienische Einwanderer Johann Maria Farina entwickelte einen erfrischenden, wohltuenden, stimmungsaufhellenden Duft, der ihn selber "wie Bergnarzissen und Orangenblüten, nach einem erfrischendem Regenschauer" berührte und den er als "frisch wie ein italienischer Frühlingsmorgen" beschrieb. Jenes Eau de Cologne, machte das von seinem Bruder Jean Babtiste Farina 1709 gegründete Geschäft, mit der Hausnummer 4711, zu einem bis heute weltweit bekannten Begriff.

Die Arbeit mit duftenden Essenzen war ein beliebte Beschäftigung, und neu erschlossene Handelswege versorgten Europa mit bis dato unbekannten Düften und Aromen. Unter ihnen Tonka, die liebliche, pudrig-süsse Bohne, deren Duft die Stimmung hebt, Unruhe und Nervosität bekämpft und dem Glück förderlich sein soll, und Eukalyptusöl, welches erst ab Mitte das 19 Jahrhunderts von Australien nach Europa gelangte und von dem allgemein bekannt ist, dass es bei Erkältungskrankheiten gute Dienste tut, schmerzlindernd und kräftigend wirkt.

Bis 1936, der Chemiker René Maurice Grattefossé die heutige Aromatherapie begründete, welche mit ihrem umfassenden Wissen über Zusammensetzung und Wirkung ätherischer Öle, wesentlich dazu beiträgt, auf angenehme Weise Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Gegen jedes Leiden hat die Ätherwelt ein Kräutlein wachsen lassen. Die Seele der Pflanzen zu geniessen, bedeutet die Geschenke der geistigen Welt anzunehmen.



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