Astralreisen
Da du dich mit Magie und Esoterik beschäftigt, wirst du sicherlich schon öfter dem Ausdruck Astralreisen begegnet sein. Und bemerkt haben, dass die Vorstellungen darüber, was Astralreisen eigentlich sind, weit auseinandergehen. Für den einen sind Astralreisen, ausserkörperliche Reisen in andere Situationen, in denen man wie ein unsichtbarer Beobachter schauen kann, was sich in diesen Situationen abspielt, und mittels derer magisches Eingreifen möglich ist. Für den Anderen sind sie eine körperliche Reise durch Zeit und Raum, auf der Erde von einem Ort zum nächsten, bis hin zu Reisen auf andere Planeten. Und es gibt die Vorstellung, dass Astralreisen "nur" freie Flüge der Phantasie sind.
All das ist ein wenig wahr und ein wenig falsch.
Denn solange man bei dem Ausdruck Astralreisen daran denkt, dass man mit seinem materiellen Körper in eine andere, materielle Welt reist liegt man daneben. Solange man Astralreisen als einfache Phantasiegebilde ohne Konsequenzen abtut, trifft man ebenfalls nicht den Punkt. Die Lösung befindet sich, wie so oft, irgendwo dazwischen, und sieht trotz allem immer ganz anders aus, als all das was man sich anfänglich darunter vorzustellen vermag.
Und damit sind wir mitten im Thema. Denn ein wichtiger Bestandteil dessen was Astralreisen auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie etwas ganz Anderes darstellen, als wir es mit unserem materiell gebundenem Bewusstsein wahrnehmen können. Etwas so als wärest du farbenblind, und man würde dir eine bestimmte Farbe erklären wollen; Auch das wird niemals funktionieren, denn ohne Kenntnis der Farbe, ist kein Erkennen, kein Nachvollziehen der Erklärungen möglich. Die Farbe bliebe eine nichtverstandene Theorie.
Und genauso ist es, wenn ich von Astralreisen berichte. Einige Menschen werden verständnislos den Kopf schütteln, denn sie lesen mit einem tiefschlafenden Bewusstsein, das noch keine Gelegenheit hatte Vorstellungskraft für feinstoffliche Ereignisse zu entwickeln. Das soll nun selbstverständlich keine Kritik an dem einen oder anderem Bewusstsein sein, es ist einfach so. Bei uns allen. Und aus diesem Grunde werde ich versuchen diesen Text so zu verfassen, dass auch ein schlummerndes Bewusstsein, beim Lesen einen kleinen Schritt in Richtung Erweiterung erahnen kann.
Dabei hoffe ich meinen Worten eine Richtung zu geben, die ihre eigene Dynamik bekommt. Merken wirst du das vielleicht erst Wochen, Monate oder sogar Jahre später.
Meine eigene Geschichte
Alles begann vor etwa 28 Jahren, ich war in einer suchenden Lebensphase, und ein völlig materiell gebundener Mensch, der händeringend versuchte seine Probleme (Liebe, Job, Eltern, kurz alles was einem Schwierigkeiten bereiten kann, wenn man 17 oder 18 Jahre alt ist! ) anhand irgendwelcher grauen Theorien einiger ganz schlauer Leutchen in den Griff zu bekommen.
Ich mühte mich also ab ein einigermassen vernünftiger, lebenstüchtiger Mensch zu werden, bis ich erkannte, dass ich mich in einen materiellen Teufelskreis theoretischer Erklärungen begeben hatte, die für mein Leben unbefriedigend und unbrauchbar waren.
Und so begann ich umzudenken und stellte fest, dass ich mit den gängigen Erklärungen nur soweit kam, dass ich Teile des Problems zwar erkannte, mich dadurch aber nur unerheblich besser fühlte. Wenn aber meine Seele sich trotz aller Problemlösungstheorien weiterhin ruhelos auf irgendeiner Suche befand, konnte etwas nicht stimmen. War es möglich, dass ich mich auf einen völlig unzureichenden Weg begeben hatte?
Und ich begann nach Lösung meines Problems im magischen/esoterischen Bereich zu suchen. Wobei der Zufall eine große Rolle spielte, denn just zu der Zeit hatte ich Liebeskummer und auf der Suche nach Liebeszauber bin ich über meine erste magische Lektüre gestolpert.
Und so begann ich zu lesen...über Götter und Dämonen, über Religionen und Zauber, über Kelten und Germanen, über Schamanen und weise Frauen... über Astralreisen...und über dieses merkwürdige dritte Auge in der Mitte der Stirn.
Meine Neugier war geweckt...wenn es dieses dritte Auge wirklich gab, wenn auch ich es aufschlagen können würde, müsste ich also, beim Blick nach innen gleichzeitig das große, unerklärliche Aussen entdecken können. Das hörte sich in meinen Ohren unheimlich spannend an und da ich ein sehr neugieriger Mensch bin, begann ich fleissig zu meditieren. Unter der Prämisse, diesen astralen Sternenkosmos mit seinen Planeten, mit seinen Dämonen und Engeln selber begutachten zu wollen.
Bei meinen ersten Meditationen hielt ich mich strikt an eine Vorgabe die besagte, ich müsste mich ganz auf einen Punkt auf der Stirn konzentrieren, der drittes Auge genannt wird und der das Eingangstor ist in den inneren Kosmos. Einfach nur konzentriert auf diesen Punkt blicken und die astralen Welten würden sich öffnen. Nun, wie du dir vielleicht vorstellen kannst geschah recht lange gar nichts Wunderbares. Ich hatte zwar die tollsten Vorstellungen was sich mir eröffnen sollte, aber ausser einigen Farben die ich nie weiterverfolgen konnte, weil sie sich immer, wenn ich begann sie zu fixieren (und das konnte ich einfach nicht vermeiden), von dannen machten, geschah nicht...NICHTS!
Bis ich bemerkte, dass sich nach diesen Meditationen meine Gedanken immer wieder um vergangene Dinge drehten. Und eines Tages wurde mir schlagartig bewusst ...ich befand mich schon recht lange mitten in den unteren Astralebenen und haderte mit meinen Dämonen. Die Dämonen...oh Schreck, das waren all meine vergangenen Niederlagen die ich nie wahrhaben wollte, und meine nicht so schönen Charaktereigenschaften. Meine Rachegelüste wenn ich mich gekränkt fühlte, meine Verteidigungsstrategien, wenn mich jemand kritisierte. Kurz, alles das, was mein zu der Zeit recht einfältiges Selbstbild bestätigte, damit mein Ego sich erfreuen konnte....
So sah er also aus, mein Einstieg in die astralen Welten. Er war völlig unspektakulär und kam einzig durch die Verbindung einiger simpler "Zufälle" zustande.
Um nun dir den Einstieg in die Astralwelten ein wenig zuerleichtern, habe ich dir einen kurzen Wegweiser angefertigt, an dem du ausmachen kannst ob und wo du dich im astralen Kosmos befindest. Ein Wegweiser der selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Allgemeingültigkeit erhebt, sondern der einzig nach meinen subjektiven Erfahrungen im astralen und kausalen Kosmos gehalten ist.
Die Ebenen der astralen Welt
Materielle Welt
1. Unsere Erde
Die Seele befindet sich im Tiefschlaf. Geist und Denken, sind materiell fixiert. Wir wissen wenig, glauben aber viel zu wissen. Unser Streben und unsere Träume gelten grösstenteils der Befriedigung materieller und körperlicher Bedürfnisse. Jedoch spüren wir tief in unserer Seele einen suchenden Funken Licht...und jede Seele hat die Möglichkeit sich von diesem Funken leiten zu lassen.
Untere Astralebene
Die Welt der Dämonen, Geister und gefallener Engel. Auch diese Ebene ist noch sehr materiell geprägt. Jedoch können wir beginnen Dämonen als solche zu erkennen. Oft kommt es dabei zu einem Kampf, denn den ansässigen Kreaturen sind viele Mittel recht den Reisenden auf ihrer Ebene zu fixieren. So versuchen sie häufig mit Kenntnissen der schwarzen Magie und einer oberflächlichen Stärkung der Seele den Reisenden auf dieser Ebene feszuhalten.
Aus diesem Grunde solltest du hier dein gesamtes Unterscheidungsvermögen und grösstmögliche Konzentration einsetzen um den Dämonen nicht in die Falle zu laufen.
Mittlere Astralebene
Diese Ebene wird energetisch schon erheblich dünner. Das Bewusstsein ist so groß, dass es zu ersten Offenbarungserlebnissen kommen kann. Häufig in der Form, dass dir das eine oder andere Licht aufgehen kann, oder dass dir die eine oder andere religiöse Theorie plötzlich völlig verständlich wird. Meiner Meinung nach ist der Weg hier besonders lang, denn es gibt viele Dinge die zu erfahren wichtig sind. Die meisten Suchenden verbringen hier Jahre oder gar ihr ganzes weiteres Leben.
Obere Astralebene
Das Denken wird immer komplexer und die Seelenarbeit subtiler. Dein Bewusstsein ist mittlerweile sehr viel größer als das vieler Mitmenschen, was zeitweilig zu Kontaktschwierigkeiten führen kann, da du dich unverstanden fühlst.
Eine erste große Prüfung in der Form eines geheimen Tores, welches du finden, öffnen und passieren musst, wird an dich und dein Bewusstsein herantreten.
Kausalebene
Du hast eine sehr große intellektuelle Aufgabe gelöst und dich aus deinem gewohnten Bewusstsein heraus begeben. Nun bemerkst du, dass dein Bewusstsein auch spiegelverkehrt wahrnehmen kann. Und dass Entfernungen für dich kein Thema mehr sind. In enormer Geschwindigkeit kannst du die Welt und die Astralen Ebenen durchmessen, ohne dass auch nur ein Mensch in deiner Umgebung bemerken würde, was du treibst. Kurz nach dem du das realisiert hast, wirst du in einen Bewusstseinsbrunnen stürzen und recht tief herabfallen...fallen...fallen...bis du auf einer weiten Ebene landest. Gut zu wissen, dass man sich sehr alleine fühlen kann, auf dieser einsamen Wanderung. Suche dir an diesem Punkt deswegen möglichst eine Person deines Vertrauens mit der du über deine astralen und kausalen Erlebnisse reden kannst. Sei dabei aber vorsichtig, denn Mitmenschen die auf ihrer Wanderung diese Ebene kennengelernt haben, gibt es in unseren Breitengraden nicht wie Sand am Meer
Und wandere einfach weiter, in dem Bewusstsein, dass jedes Tal irgendwann durchschritten ist. Denn du musst wissen, dass du dich dem Gebiet der kausalen Zusammenhänge näherst. Du erkennst Ursachen und Wirkungen und die Illusionen der materiellen Welt. Und langsam beginnst du dich sehr wohl zu fühlen, läufst jedoch durch dieses Gefühl auch Gefahr dich häuslich einzurichten, denn nun wirst du darauf warten müssen bis sich deine innere geistige Führung offenbart, was eine Weile dauern kann, um dann ganz plötzlich zu geschehen. Diese innere Führung wird in dir nie gekannte Glücksgefühle auslösen und dir einen Kraftsatz mitteilen, mit dessen Hilfe du die Möglichkeit hast dich in die Suprakausalebene zu schwingen.
Es kann übrigens auch sein, dass du mit diesem Satz gleichzeitig eine andere Person ans Herz gelegt bekommst und die Aufgabe hast diese Seele auf ihrem Weg durch die astralen Welten zu unterstützen und zu beschützen. Merkwürdige Zufälle werden dich wundern lassen.
Unsterbliche Offenbarung
Nun bist du dem Ziel deiner Seele schon sehr nahe. Du beginnst das zu erahnen, was eigentlich niemand erahnen kann...beginnst das zu Denken was Mensch eigentlich nicht zu denken im Stande ist. Und alles was du je von Relativität und von Unendlichkeit gehört hast, bekommt ganz neuen und tieferen Sinn. Du wirst durch die Unsterblichkeit deiner Seele neu geboren und dir wird die Göttlichkeit aller Seelen bewusst. Deine Fragen woher du kommst und wohin du gehst können auf dieser Ebene neu betrachtet werden, und auch die Frage nach der Entstehung des grossen Ganzen wirst du von einem neuen Standpunkt aus durchdenken.
Denn die Seele gebiert sich aus sich selber heraus,
ist göttlicher Funke und Ego zugleich.
Ist winzig klein und riesig groß,
ist Individualität und alles überstrahlende Ganzheit -
weiß nichts und birgt in sich die Fähigkeit alles zu ergründen.
Griselda, Hamburg im Mai 2004
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