Liebe traurige Mummy,

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ich verstehe dich nur zu gut. Ich habe auch mal drum kämpfen müssen, dass mein Wunsch nach einem zweiten Kind verstanden wird. Es war wie ein Kampf gegen Windmühlen. Ich redete und redete und konnte die Gefühle die in mir waren nicht verständlich machen. Dadurch kam zu der Sehnsucht und Trauer um das Kind das ich nicht haben sollte, noch die Wut nicht verstanden zu werden. Es war eine ganz schreckliche Zeit und ich denke noch heute, 12 Jahre später mit Grausen daran zurück.
Frauen die so empfinden scheinen mit ihrem Bedürfnis nach Schwangerschaft und Kindern noch sehr stark mit den Urinstinkten in Kontakt zu sein, die den Impuls geben möglichst viele Kinder in die Welt zu setzen um der Sippe das genetische Überleben zu sichern.
Das kann von Menschen die diese Urinstinkte in sich nicht mehr so stark spüren natürlich nicht verstanden werden.
Es ist so als würde man verschiedene Sprachen sprechen. Man redet und gestikuliert, aber es dringt nicht durch was man meint.
Aber...wenn wir mit diesen Gefühlen nicht verstanden werden, vom Partner, von der Familie oder von Freunden, so ist das von denen keine böse Absicht. Sie befinden sich emotional in einer anderen Zeit. Im Jahre 2003, wo eine Familie vielleicht leichter überlebt wenn sich die Grösse der Familie in überschaubaren Grenzen hält.
Deswegen Mummy, sein deinem Mann nicht böse darüber. Er will dir nicht weh tun, er fühlt es einfach anders. Er ist auch emotional im 20/21ten Jahrhundert, während du an dem Punkte Kinder noch empfindest wie es schon unsere Ur-Ur-Ur-Urahnen taten.
Das ist im Moment sehr schmerzhaft, aber oft auch eine Gabe mit der wir unserer Familie etwas ganz Wichtiges immer wieder geben:
Sicherheit, bedingungslose Liebe und ganz viel Nestwärme.

Griselda


Griselda - Wednesday, February 12 at 10:17 PM MET

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