Leider wird das sehr schwierig

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Hallo Susanna,
vielen Dank für deine Antwort. Hmmm ich hab es ja am WE mit sachlichen Argumenten versucht. Es stimmt ja, dass ich regelrecht abhängig von meinen Grosseltern bin. Ich muss zugeben, ich hab mir noch nie im Leben etwas selbst erarbeitet. Sei es Führerschein, Auto oder Wohnung. Jetzt ist es so, dass ich eigentlich hilflos im Leben stehe, wie ein Kind, und irgendwie nicht so zu rande komme. So also helfen mir meine Grosseltern. Das ist auch prinzipiell nicht das Problem, aber wenn das nächste Problem kommt, bin ich wieder nicht in der lage, dass alleine zu regeln und rutsche immer mehr in diese Abhängigkeit rein. So nun hab ich endlich für mich entdeckt, dass es so nicht weitergehen kann. Und ich versuche mein Leben selbst in den Griff zu bekommen. Und das denke ich geht nur, wenn ich einen räumlichen Abstand (eine eigene Wohnung hat nicht gereicht) über eine grosse Distanz schaffe. Und jetzt wird mir undankbarkeit vorgeworfen. Ich möchte einfach nur selbstständig werden. Ich möchte irgendwann mal was im Leben erreichen, mir selbst was erarbeiten. Und diese Argumente zählen für meine Grosseltern gar nicht. Sie ist eine sehr dominante Frau, die nicht gerne eine andere Meinung gelten lässt. Sie ist die Chefin im Haus, der eigentlich alle folgen. Wenn nicht, dann wird emotionaler Druck ausgeübt, durch Weinen, Leiden und mit Ignoranz. Ich möchte mich halt nur abkapseln aus der Abhängigkeit nicht aus der Liebe, die mir sicherlich entgegengebracht wird. Ich kann verstehen, dass sie mich sehr vermissen wird, weil ich quasi bei ihnen aufgewachsen bin, aber auch ich möchte gerne mein eigenes Leben führen. Und mich aus ihrer Kontrolle entziehen. Damit ich mein leben auf die reihe bekomme... Christian bhilft mir auch dabei. Und wenn was schief geht, dann wird er mir keine Vorwürfe machen und es dann für mich regel, sondern durch sanftes lenken in die richtige richtung mich wieder auf geordnete Bahnen lenken. Vielleicht auch mal nen Arschtritt verpassen. Und das macht mich glücklich und ich fühle mich in seiner Nähe wohl, weil ich merke, dass es mir bei ihm wesentlich besser geht... Und das kann oder will meine Oma nicht verstehen... Nun ich persönlich will den Kontakt sicher nicht abbrechen... ICh würde mich auch durch regelmässige Telefonate oder Besuche weiterhin am Familienleben beteiligen, aber ich möchte nicht weiterhin durch geheule oder erpressungen emotional unter druck gesetzt werden. Weil ich dann ein schlechtes Gewissen bekomme und es mir schwerfällt einen klaren gedanken zu fassen. Zumal ich weiss welchem Druck meine Mutter ausgesetzt ist dadurch (sie leben in einem Haus zusammen). Sie bekommt es von meiner Seite und zudem noch von der seite meiner Oma zu hören. Sie ist sauer auf mich, weil sie denkt ich mache es mir einfach, weil ich einfach abhaue. Bei ihr hab ich schon versucht zu erklären, welche beweggründe ich habe. Ob sie es dann versteht, weiss ich nicht. Allerding wird es immer peinlich wenn ich meinen Freund mitnehme (der in meinen Augen auch dazugehört, bei so einem Gespräch), dass sie ihn anbettelt, wie ein kleines Kind. Es ist mir richtig peinlich, dass eine erwachsene frau von 71 jahren, mehr oder weniger meinen Freund anbettelt, damit ich nicht nach hause komme. Dies hätte früher oder später zur Folge, dass Christian und ich den Kontakt und die Bindung zueinander verlieren würden. Und deshalb ist so ein Gespräch wenig aussichtslos. Das habe ich ja letztes Wochenende hautnah miterlebt. Immer wieder stöst sie mit aller Gewalt auf dieses Thema zu und hört auch nicht auf. Was bei mir zur Folge hatte, dass ich mich zerissen und eingeengt gefühlt habe und ich natürlich das Weite gesucht habe. Ich möchte mich nicht zwischen meinem Partner und meiner familie entscheiden müssen. Ich hab nach so vielen Enttäuschungen endlich mal einen Partner gefunden, der zu mir passt und genauso ist, wie man sich einen Partner fürs leben vorstellt. Da möchte ich nicht meiner Familie zur Liebe drauf verzichten. Zumal sich dadurch ihnen gegenüber eh nicht ändern würde, eher das Gegenteil. Nun aber mal konkreter : Würde es sinnvoll sein, vorläufig keine Meldung zu geben, sondern einfach nur zu handeln, um ihnen zu zeigen, dass es auch anders geht, dass ich mich wohlfühle. oder soll ich gute miene zum bösen spiel machen und weiterhin nix sagen, alles einfach nur hinnehmen und so tun, ls wär nix ? Ich hab das gefühl kein zu hause zu haben, weil da wo mein zu hause ja noch ist, da fühle ich mich nicht wohl; und da, wo mein zu hause sein könnte, dass machen sie mir madig....
Danke schon mal..

*** Viele positive Spirits ***
Starling

Starling - Thursday, December 4 at 1:49 PM MET

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