Liebe Silvi...
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na du hast immerhin etwas, was die meisten von uns nicht haben, die absolute Liebes- und Leidensfähigkeit, die du, wie du meinst nicht ändern kannst und nicht ändern willst.
Es ist die Rücksichtnahme, ich habe sehr viel darüber nachgedacht, ich kann und will mich nicht ändern.
Mich selber schaudert es ein wenig bei dieser Aussage, impliziert sie doch, eine persönliche Entwicklungsmöglichkeit für sich selber auf jedem Falle auszuschliessen.
Ob sich jede Frau drüber freuen würde, wenn der geliebte Mann ständig Stress hat mit seiner Gattin wage ich zu bezweifeln. Zeigt doch dieser Stress ganz genau, dass der Zeitpunkt für eine endgülitge Trennung noch nicht erreicht ist. Im Gegenteil...so lange Stress und Streit herrscht wird noch um etwas gekämpft. Erst wenn der Streit von Schweigen abgelöst wurde, ist die völlige Gleichgültigkeit erreicht, die bei manchen Menschen Vorraussetzung ist um den Bruch vollziehen zu können.
Dass er Angst hat sein Kind zu verlieren, nun das sind sicher Ängste, die viele Männer haben, wenn die Gattin damit droht. Aber wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, so leicht ist das nicht. Immerhin liegt die Entscheidung über Besuchsrecht, Sorgerecht etc. letzten Endes bei der Instanz, die Trennungen amtlich macht. Und da sitzen ne Menge vernünftiger Leute, die sich vom egozentrischen Motiven einer der Partner nicht beeindrucken lassen.
Was uns ein Blick auf die Realität bestätigt, denn Besuchsrecht u.s.w. wird nicht mal eben, nur weil einem der Partner nach Rache ist, eingeschränkt. Man muss sich schon wirklich was zu schulden kommen lassen haben um sein Kind nicht mehr sehen zu dürfen. Moralische Massstäbe - wie Untreue u.s.w. spielen da keine grössere Rolle. Gibt es doch, zumindst in Deutschland, nicht mehr das Schuldprinzip, welches böse Ehebrecher abstraft.
Worüber man nur froh sein kann, denn durch die Computertechnik (Internet) ist es sehr viel einfacher geworden Menschen kennen- und auch lieben zu lernen. Wage gar nicht dran zu denken was los wäre, wenn Internetlieben nach den alten Gesetzgebungen beurteilt werden würden...
Das Argument, sie würde ihm, wenn er sie verlässt, seinen Sohn entziehen steht also auf sehr wackeligen Beinen. Und, vielleicht ist es auch nur eine Floskel, die sie ihm in ihrer eigenen Hilflosigkeit um die Ohren gehauen hat. Wissen wir doch alle, dass aus der Verzweiflung und dem Kummer heraus, sehr viel überzogene Dinge ausgesprochen werden, wenn es darum geht eine Beziehung retten zu wollen.
Ich wünsche dir liebe Silvi, dass du so schnell wie möglich jemanden kennenlernst der fairer mit dir umgeht. Der deine Liebe zu schätzen weiss und mit dem du glücklich wirst.
Griselda
Griselda - Friday, January 16 at 10:58 AM MET
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