
???
Zurück zum Forum
Liebe Nicole,
immer wenn man träumt, verlässt man sein bewusstes Denken. Deswegen können in Träumen ja auch Dinge passieren, die in unserem bewussten Denken nie vorkommen würden. Beim Träumen ist also dieses bewusste Denken für eine Zeit ausgeblendet, und wir betreten Räume unseres Seelenlebens, die uns normalerweise nicht zugänglich sind. Diese Räume in denen auch unsere Phantasie zu Hause ist, nenne ich die Anderswelt. In ihr wiederum gibt es das persönliche Unbewusste (meist gespeist durch unseren persönlichen Schatz an Erfahrungen und die Normen und Gebräuche unseres persönliches Umfeldes) und das kollektive Unbewusste in dem sich die Erfahrungen und das Wissen der gesamten Menschheitsgeschichte aufhalten. In den Mythen fast aller Religionen und aller Völker werden diese Räume noch mal in verschiedene Ebenen unterteilt.
Bei luziden Träumen nun mischen sich die Zustände, wir schlafen und träumen, und gleichzeitig ist noch ein Zipfel unseres Bewusstseins dabei. Oft entsteht so ein Zustand eben deswegen weil unser unbewusstes Seelenleben uns etwas mitteilen will, was wir im bewussten Zustand nutzen sollen/wollen.
Angenommen wir befinden uns in unserem Leben z.B. in einer Situation wo eine Entscheidung, ein Problem oder einfach Fragen auftauchen. In unserem Wachzustand sind wir uns dieser Dinge vielleicht noch gar nicht bewusst, aber unser Unbewusstes ist schon informiert, das sich bei uns was tut. Dann kann es sein, dass so ein luzider Traum entsteht, um unser Bewusstsein darüber zu informieren, das es da etwas gibt, womit wir uns mal beschäftigen sollten.
Oft passiert das in der Form das wir dann unserem Krafttier begegnen, dass uns wegweisend etwas mitteilen will. Es können aber auch andere Wesenheiten sein die diese Funktion übernehmen.
Das nun sind die Träume, auf die wir keinen Einfluss haben, eben weil es im Schlaf passiert.
Anders ist es bei der Meditation, bei der wir uns willentlich in diesen Zustand begeben. Dann machen wir uns auf die Reise in die Anderswelt, weil wir dort ganz bewusst den Kontakt zu den Wesenheiten herstellen wollen, um unsere Fragen zu beantworten, oder einfach um dort zu lernen. Bereisen wir in einer Meditation zum Beispiel einen Ort des kollektiven Unbewussten, wird uns viel über die Menschen an sich mitgeteilt und zwar nicht nur über die Menschen heute, sondern auch über die Menschen vor tausenden von Jahren. Der Urmensch ist noch in jedem von uns vorhanden und im kollektiven Unbewussten finden wir das was wir von ihm noch in uns tragen. Und mit eben diesen Informationen können wir Wissen über Dinge bekommen, das uns sonst verschlossen bleiben würde.
Zur Psyche: Was passiert wenn man seine Psyche überfordert, könntest du ganz genau sehen,wenn du dich mal in eine psychosomatische Klinik begeben würdest. Von der Angst vor Spinnen, bis zur Platzangst, vom Waschzwang bis zur Fress- oder Brechsucht alles ist möglich, wenn wir unserer Seele zu viel zumuten. Deswegen weise ich immer wieder darauf hin, vorsichtig mit sich umzugehen und sich nicht zu überfordern.
Liebe Grüsse,
Griselda
Griselda - Sunday, August 18 at 12:39 PM MET
Antwort