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Geburt und Tod

Gerade wenn es um Geburtsrituale geht, müssen wir Abschied nehmen von eventuell vorhandenen romantischen Vorstellungen über die Geburt eines kleinen Heiden.
Im Vatan ist beschrieben wie die Zeremonie ausgesehen haben mag, die mit einem frischgeborenen Säugling vollzogen wurde.
Während der Geburt wird die Gebärende von einer weisen Frau unterstützt.
Sobald der Säugling auf die Welt geholt ist, untersuchte die Hebamme ihn ob er wohlgestalt und lebensfähig ist. Dann trat der Stamm zusammen, und der Säugling wurde vom Stammesältesten erneut untersucht, um darüber zu entscheiden, ob er als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft angehören soll, oder ob er so schwach wirkt, dass er gar nicht erst in die Gemeinschaft aufgenommen wird.
Im ersteren Fall, also wenn er in die Gemeinschaft aufgenommen werden sollte, trat die weise Frau vor, übernahm den Säugling widerum vom Stammelältesten und hielt in hoch(Hebamme) um damit der Gemeinschaft zu zeigen, dass ein neues Stammesmitglied geboren ist.
Verhielt es sich so, dass bezweifelt wurde, dass das Kind stark genug sei um zu überleben, wurde es in den Wald gebracht und dort liegengelassen, um wieder in den Kreislauf der Natur zurückzugehen.
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Auch in der Edda, gibt es Hinweise darauf, dass Menschen in den Wäldern ausgesetzt wurden, um dort gefesselt an Bäume ihren sicheren Tod zu erwarten. Was aber wohl eher eine Form der Todesstrafe gewesen ist.
Weitere Überlieferungen besagen, dass wenn ein Mann starb, seine Frau ihm in den Tod folgen musste. Beide Leichen wurden dann auf ein Boot gelegt, und dieses entzündet bevor es aufs offene Meer hinaus trieb.
Aber auch Erdbestattungen muss es bei den Germanen gegeben haben. In der Edda sind Verhaltenvorschriften überliefert, die besagen,dass die Toten, gewaschen und hergerichtet werden sollten, bevor sie vergraben wurden.
(Wobei sich die Rituale und Gewohnheiten sicher im laufe der Jahrhunderte auch geändert haben.)
Auch in keltischen Gräbern sind Funde gemacht worden, wo meherere Personen und Tiere in grossen Grabstätten lagen, was den Schluss zulässt, dass auch dort die Gattinnen, Tierbesitz und wohl teilweise auch Sklaven ihren Herren in den Tod folgen mussten.

Griselda



Griselda - Sunday, February 16 at 12:19 PM MET

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