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vor kurzem...

gab es einen sehr schönen kulturwissenschaftlichen Bericht über Stonehenge. Und da ging es unter anderem eben genau um Sonne und Mond.
Und zwar wurde ja zu Zeiten der Jäger und Sammler der Mond angebetet, da es eben das Mondlicht war, das vor allem für die Jäger von Belang war, da im Schutze des Mondlichtes am besten Beute gemacht werden konnte. Es brauchte also die Mondgöttin um gut übers Jahr zu kommen. Dann irgendwann wurden die Menschen sesshaft, sprich sie wurden Bauern und Viehzüchter und die Sonne trat in den Vordergrund. Denn will man in unseren Breitengraden gute Ernte bedarf es des Sonnenlichtes in ausreichendem Masse. Man begann die Sonne - den Sonnengott anzubeten. Ich persönlich sah auch schon vor dieser Sendung Sonne und Mond ein Stück weit als Zeichen der kulturellen Entwicklung. Ist für das Leben einer Kultur, für das Leben eines Stammes das Mondlicht besonders von Belang gewesen, wurde der Mond angebetet, denn sein Licht entschied über Wohl und Wehe.
Ist das Ü berleben eines Stammes vom Sonnenlicht abhängig, wird der Sonnengott angebetet.
Zwischen der Ablösung der Kulturen gab es dann Ü bergangszeiten. Und da wird Stonehenge wichtig. Denn in der Mitte des mittleren Tores in Stonehenge erscheint regelmässig der Mond aber es gibt Zeiten (wie das berechnet wird fällt mir im Moment leider nicht mehr ein) da erscheint erst der Mond in diesem Torausschnitt und hernach tritt ebenfalls die Sonne hinein. In der Doku zeigten sie es so, dass zu diesem Zeitpunkt die Menschen sich versammelten, und der Priester in den Steinkreis eintrat um dort die Sonne in das Fenster zu "befehlen" um dem Volk zu zeigen, das beides gleichwertig nebeneinander existieren kann, und nicht das eine das andere vernichtet.
Auf diese Art und Weise sollte ein sanfter Ü bergang zwischen den Lebensformen herbeigeführt werden.
Generell kann man historisch beobachten, dass der Mensch immer das anbetet, was für ihn selber, für sein Leben besonders wichtig ist.
Ne religiöse Meinung will ich dazu nicht abgeben. Ich betrachte die Religionen eher als etwas, was mir viel über die Gegebenheiten einer Kultur berichten kann.
Das war aber nicht immer so und ich habe bei mir persönlich festgestellt, dass die Religiosität ganz eng verknüpft ist mit der persönlichen spirituellen Entwicklung. Bin also durch diverse Religionen - jedesmal so richtig überzeugt von dem was ich glaubte -geschwebt um irgendwann zu bemerken dass man den astralen Sternenhimmel tatsächlich durchqueren kann, um dann durch den Mond hindurch richtung Sonne zu gelangen, die man durchtrennen muss, um das Bewusstsein noch ein Stück weiter zu befreien.

Ganz liebes Bussi,
Griselda

Griselda - Tuesday, April 13 at 5:23 PM MET

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